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Manschettenknöpfe machen sexy

Wie finde ich die perfekten Manschettenknöpfe/cufflinks? Manschettenknöpfe, Elefantenmotiv, Silber, Handarbeit, Indien, 1964, mit Gebrauchsspuren von 50 Jahren | Foto: eisenschlaeger.de

Worauf achten Frauen bei Männern zuerst? Angeblich auf die Hände und ein gepflegtes Äußeres! Mit Manschettenknöpfen gelingt uns der perfekte Auftritt. Warum Ihr Euch diese Chance auch beruflich nicht entgehen lassen solltet, lest Ihr hier.

Manschettenknöpfe waren lange aus dem Straßenbild verschwunden. Allenfalls begegneten sie uns an Filmfiguren wie Gordon Gekko, Harvey Specter und Donald Draper. Heute sieht man zum Glück wieder Männer (manchmal auch Frauen), die Manschettenknöpfe tragen, zunehmend sogar in Kombination mit dem klassischen Einstecktuch.

Kleider machen Leute

Manschettenknöpfe weisen ihren Träger als jemanden aus, der etwas auf sich hält, der auf sich und auf sein Umfeld achtet. Womit wir wieder bei den Frauen sind und dem, was ihnen an Männern (angeblich) gefällt: ein gepflegtes Äußeres. Zudem symbolisieren Manschettenknöpfe selbst heute noch einen Hauch von Exklusivität und Klasse, wurden sie doch früher ausschließlich von der Mittel- und Oberschicht getragen.

Praktisch sind sie obendrein, verhindern sie doch an einem guten Hemd, dass die Manschetten in den Sakko-Ärmel rutschen. Schließlich sieht es weder in einem Date noch in einem Business-Termin besonders cool aus, wenn man nervös an der Manschette zerrt, die irgendwo im Ärmel feststeckt.

Doch nicht nur der Schönheit sind Manschettenknöpfe dienlich. Bei guter Kleidung geht es immer auch um Persönlichkeit:

Gezielt in diese Accessoires zu investieren, lohnt sich. Zum einen für das durchaus erhabene Gefühl, ein solch hochwertiges Stück bewusst zu tragen. Zum anderen aber auch als echte Botschaft nach außen. Giorgio Armani etwa wird zur Frage des Businesslooks mit dem Satz zitiert: „Kleide Dich stets für die Position die Du willst – nicht für die, die Du schon hast!“ Wie wahr. Denn die Akzente der persönlichen Garderobe signalisieren nicht nur ein sicheres Gefühl für Stil, sondern vor allem signalisieren sie Mut, Charakter, Rückgrat, in einer Welt voller Lemminge eigene Entscheidungen zu treffen, Verantwortung zu übernehmen, eigene Wege zu gehen. Und das ist die eigentliche Botschaft, die wir mit unserer Garderobe an die Welt senden: Es geht um Persönlichkeit. Oder mit anderen Worten: Moden kommen. Moden gehen. Was hingegen immer bleibt, ist Stil!

… sagt Christof Schössler in seinem „Plädoyer für die Eitelkeit“ auf socialmediaballoon.de.

Sind Manschettenknopfträger eitel?

Sind Manschettenknopfträger also eitel? Ein bisschen schon, aber es ist ja nichts Schlechtes, wenn wir für uns selbst und für die Menschen in unserem Umfeld gut und gepflegt aussehen wollen. Wenn Ihr zum ersten Mal mit Manschettenknöpfen im Büro oder bei Freunden auftaucht, werdet Ihr feststellen, dass die Blicke spontan an Euren Handgelenken hängen bleiben: „Was hast Du denn da an, machste jetzt einen auf Lord?“ Diesen kleinen Moment freundlich-überraschten Spotts müsst Ihr aushalten, zumal er schon der erste Beweis dafür ist, dass Ihr auf Euch achtet und dass andere das bemerken.

Kleider machen Leute und so viele Möglichkeiten, sich (positiv!) vom uniformen Einheitsgrau im Büro etwas abzuheben, hat Mann ja auch nicht. Teddybärenkrawatte und weiße Socken fallen zwar auf …

Wer kann Manschettenknöpfe tragen?

Im Prinzip jeder und jede, die heute auch schon Hemden oder Blusen tragen. Wer im Alltag und Beruf eher mit schlabberigen T-Shirts unterwegs ist, für den (und sein Umfeld) wäre die Umstellung vielleicht etwas zu gewagt. Aber was nicht ist …

Wie finde ich den perfekten Manschettenknopf?

Manschettenknöpfe für den Alltag gibt es zur Not ab 5 Euro bei ebay aus China. Das muss nicht schlecht sein, um hinsichtlich der Zusammensetzung des Materials und der Verarbeitungsqualität sicher zu sein, sollte man aber schon etwas mehr ausgeben.

Wer nichts falsch machen will, entscheidet sich für schlichtes Design und hochwertiges Material. Zeitlos schön ist Silber, das sich zudem wegen seiner Unaufdringlichkeit im Büroalltag an Männern besser macht als Gold.

Ein Blick in den Spiegel hilft bei der Erstausstattung. Wer ein Goldjunge ist und Uhren, Gürtelschnallen und iPhones in Gold besitzt, kann ohnehin keine silbernen Knöpfe dazu tragen – während sich umgekehrt eine Stahluhr mit goldenen Manschettenknöpfen immer beißen wird.

Mein Tipp: Online, bei Antiquitätenhändlern und auf Flohmärkten findet man oft sehr schöne alte Stücke mit besonderer Ausstrahlung, die man für ein paar Euro vom Fachmann reinigen lassen kann. Solche historischen Knöpfe ziehe ich persönlich den oft seelenlosen Einheits-Edelstahlentwürfen vor.

Das passende Hemd

Manschettenknöpfe brauchen Hemden mit Umschlagmanschette, auch „Doppelmanschette“, „französische Umschlagmanschette“ oder „französische Manschette“ (englisch: French Cuff) genannt. Bei dieser Manschettenform wird der untere Teil der Manschette umgeschlagen und mit dem Manschettenknopf fixiert.

Die Umschlagmanschette ist die eleganteste Manschettenform, mit ihr ist man im Theater genauso stilsicher unterwegs wie im Büro, selbst in der Freizeit ist man mit ihr immer gut angezogen. Einzige Bedingung: sie sollte mit einem zusätzlichen Kleidungsstück wie einem Sakko oder Pullover getragen werden, da sie – je nach Schnitt – das Handgelenk nicht ganz so geschlossen verhüllt, wie andere Manschettenformen.

Es sind auch schon Leute auf die Idee gekommen, Manschettenknöpfe irgendwie an Einfachmanschetten zu montieren, aber das geht stilistisch schwer nach hinten los.

Wo man schon mal auf dem Weg ist, sich schick zu machen, lässt man sich das Hemd auf Maß schneidern. Das ist beim Maßkonfektionär (was nicht das gleiche ist bei ein Maßschneider!) nicht viel teurer als im Laden, hat aber den großen Vorteil, dass man die Länge und Weite der Manschette den eigenen Garde-Maßen anpassen lassen kann. Wer gerne etwas größere Uhren trägt, der sollte sich die Manschette für seine Uhrenhand (rechts oder links) gleich etwas weiter machen lassen, damit sie nicht von der Uhr gestoppt wird.

Dass ein gut gemachtes Maßhemd insgesamt besser sitzen sollte, ist sowieso klar. Hemden von der Stange haben oft sehr kurze und steif ausgeführte Manschetten, bei denen schon mal Handschellen-Feeling aufkommen kann. Zur rechten Zeit im richtigen Kontext mag das ganz aufregend sein, den ganzen Tag möchte man damit aber nicht herumlaufen.

Gute Hemden erkennt man auch dort, wo man sie eigentlich nicht sieht. Sie haben nämlich ein verlängertes Vorder- und Rückenteil, damit das Hemd beim Sitzen nicht aus der Hose hochrutscht – weil ihr mit Eurem Hintern draufsitzt. Das weiß man schnell zu schätzen, wenn man ein paar mal vom Stuhl aufgestanden ist, das Hemd aber immer noch sitzt wie angegossen. Die Details machen den Unterschied.

Das Ganze in einem Satz …

Männer, wenn Ihr gut aussehen, den Frauen gefallen und etwas dafür tun wollt, Euch gut zu fühlen: Worauf wartet Ihr noch?